Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Bundesregierung ignoriert Pflegenotstand

Auf dem Deutschen Pflegetag wurden die massive Probleme in der Pflege erörtert und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Eine dort vorgestellte Studie geht von rund unbesetzten 17 000 Stellen, zuzüglich Dunkelziffer, in deutschen Pflegeheimen aus.

Auf dem Deutschen Pflegetag wurden die massive Probleme in der Pflege erörtert und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Eine dort vorgestellte Studie geht von rund unbesetzten 17 000 Stellen, zuzüglich Dunkelziffer, in deutschen Pflegeheimen aus. Eine der Haupursachen sei der bundesweite Fachkräftemangel. Die von der Bundesregierung versprochenen 8000 neuen Stellen werden an der dramatischen Lage nichts ändern. Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Franz Wagner, warnte vor einem Zusammenbruch der Pflege und forderte eine schnelle Verbesserung der Arbeitsbedingungen und langfristig jeweils 50.000 Stellen für Krankenhäuser und Pflegeheime. Dazu erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Auf dem Deutschen Pflegetag wurde der Bundesregierung ein Armutszeugnis ausgestellt. Trotz des dramatischen Pflegenotsands folgen den vollmundigen Ankündigungen im Wahlkampf keine Taten. Die im Koalitionsvertrag versprochenen 8000 Pflegestellen sind nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein, sondern ein billiges Ablenkungsmanöver von der eigenen Untätigkeit.

Wer nichts gegen die schlechten Arbeitsbedingungen unternimmt, der kann sich nicht über den Fachkräftemangel beschweren. Menschen, die diese wichtige Tätigkeit ausüben, werden durch Überlastung und geringe Bezahlung regelrecht vergrault. 

Ich begrüße die Forderungen des Deutschen Pflegerates ausdrücklich. Gute Pflege kann es nur mit ausreichend Pflegefachkräften geben, die zudem gut ausgebildet sind und angemessen bezahlten werden müssen.

DIE LINKE fordert 100.000 zusätzliche Pflegekräfte für Krankenhäuser und 40.000 für Pflegeheime.