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Daimler AG darf nicht auf Kosten der Beschäftigten sparen

Der neue Daimler-Chef Ole Källenius hat in verschiedenen Interviews und Stellungnahmen verlauten lassen, dass beim Automobilkonzern aus Stuttgart die Kosten auf den Prüfstand müssen und dabei auch bei den Personalkosten eingespart werden muss. Als erster Schritt will er 1.100 Stellen im Management streichen. Am Donnerstag stellt er die Strategie für Daimler bis 2030 vor.

Bernd Riexinger, Parteivorsitzender DIE LINKE. und Bundestagsabgeordneter aus Stuttgart erklärt dazu:

 

„Die Versäumnisse von Daimler bei der sozialen und ökologischen Mobilitätswende dürfen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten abgeladen werden. Wer das macht gefährdet die Wirtschaft einer gesamten Region und Branche. Der neue Daimler-Chef Ole Källenius hat einen deutlichen Fehlstart hingelegt mit seinen bisherigen Vorschlägen.

Anstatt ein glaubwürdiges Zukunftskonzept vorzulegen, wird eine Offensive gegen die Belegschaft und ihre Interessenvertreter gestartet und Arbeitsplatzangst geschürt. Die Kosten für die Dieselmanipulationen auf die Beschäftigten abzuwälzen ist zynisch, denn sie trägt keine Verantwortung dafür. Wichtige Produktionslinien am Stuttgarter Standort in Frage zu stellen wird die Beschäftigten kaum für die zukünftigen Herausforderungen motivieren. Die Beschäftigten, ihre Betriebsräte und die IG Metall tun gut daran, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Notwendig ist die Sicherung der Arbeitsplätze und der Standorte.

DIE LINKE steht an der Seite der Gewerkschaften und Beschäftigten, um diesen Angriff auf die Belegschaft zu verhindern. Eine neue Strategie von Daimler muss die Beschäftigten im Mittelpunkt des Unternehmens sehen und diese bei den kommenden Weichenstellungen mitentscheiden lassen. Die ausschließliche Konzentration auf die E-Mobilität wird sich als Irrweg erweisen. Nötig ist, dass Daimler sich stärker in die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte einbringt und dadurch weitere neue Marktfelder entwickelt und erschließt.

Daimler war früher Pionier bei vielen Entwicklungen der Automobilbranche. Das könnte es wieder werden bei der Entwicklung klimafreundlicher Mobilität.  Das geht nur mit den Beschäftigten und nicht gegen sie.“


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Von Bernd Riexinger
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