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Geiz beim Mindestlohn trotz Wirtschaftsboom

Nur in drei von 22 EU-Mitgliedsländern mit gesetzlichem Mindestlohn ist der Mindestlohn im letzten Jahr nicht erhöht worden, darunter Deutschland. Zudem liegt Deutschland mit einem Mindestlohn von 8,84 Euro hinter den meisten westeuropäischen EU-Ländern.

Nur in drei von 22 EU-Mitgliedsländern mit gesetzlichem Mindestlohn ist der Mindestlohn im letzten Jahr nicht erhöht worden, darunter Deutschland. Zudem liegt Deutschland mit einem Mindestlohn von 8,84 Euro hinter den meisten westeuropäischen EU-Ländern. Das geht aus dem Mindestlohnbericht der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Dazu erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Die Bundesregierung wird nicht müde, auf glänzende Wirtschaftsdaten zu verweisen. Dennoch findet Deutschland sich bei der Erhöhung des Mindestlohns im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten unter den Schlusslichtern in der EU wieder: Der Mindestlohn ist zu niedrig und wurde 2017 nicht erhöht. Durch die Preissteigerungen konnten sich die betroffenen Beschäftigten deshalb real weniger dafür kaufen.

Das zeigt deutlich, dass viele Menschen in Deutschland vom Wirtschaftsboom nichts oder viel zu wenig abbekommen. Unternehmen und Bundesregierung verzeichnen Rekordgewinne, doch für Geringverdiener bleiben bestenfalls Cent-Beträge. Das ist eine unverantwortliche Politik der sozialen Spaltung, die den Menschen verständlicherer Weise Angst macht. Sie fragen sich: Wenn selbst in guten Zeiten nichts für uns übrig bleibt, wie soll es erst in schlechten Zeit aussehen?

DIE LINKE fordert einen flächendeckenden Mindestlohn ohne Ausnahmen in Höhe von zwölf Euro, der vor Altersarmut wirksam schützt.