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Menschenwürdiger Ruhestand statt Altersarmut

Im Rahmen des morgigen DGB-Rentenaktionstages "Nicht auf die lange Bank schieben - Handeln statt aussitzen!" fordert der DGB, insbesondere von der CDU, einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Dazu erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Ich begrüße es sehr, dass die Gewerkschaften Druck für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik machen. Denn auch bei der Rentenpolitik hat die Große Koalition außer einem sozialpolitischen Totalversagen nichts zu bieten. Der Lohn von CDU und SPD für Menschen, die ein Leben lang hart gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt haben, ist Altersarmut und Ausgrenzung. Fast die Hälfte aller Rentnerinnen und Rentner werden künftig mit einer Armutsrente abgefertigt. Aber die Menschen haben einen Ruhestand in Würde und ohne materielle Entbehrung und gesellschaftliche Ausgrenzung verdient.

DIE LINKE fordert entschiedenes Handeln gegen Altersarmut: Wir brauchen eine Rentenversicherung, in die alle einzahlen. Auch Politiker, Selbstständige, Freiberufler und Beamte, damit alle sich einen Lebensabend in Würde leisten können. Und auch mit den Rabatten für Reiche muss endlich Schluss sein: Die Beitragsbemessungsgrenze wollen wir drastisch anheben und schließlich aufheben.

Außerdem fordert DIE LINKE die Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und ein solidarische Mindestrente in Höhe von 1050 Euro. DIE LINKE fordert auch die längst überfällige Angleichung der Renten in Ost und West, die allerdings nicht zu Lasten der Rentenbewertung der arbeitenden, jüngeren Menschen gehen darf. DIE LINKE lehnt jede weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters entschieden ab.

Doch der Kampf gegen Altersarmut muss schon vorher beginnen: Die Hungerlöhne von heute sind die Armutsrenten von morgen - nur mit höheren Löhne gibt es armutsfeste Renten.