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Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie: Flexible Arbeitszeit für die Beschäftigten

Zum heutigen Auftakt der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie, in der die IG-Metall auch Arbeitszeit zum Thema machen wird, erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Wir brauchen eine gesellschaftliche Diskussion über eine neue Normalarbeitszeit, die sich um die 30-Stunden-Woche drehen muss. Ich begrüße ausdrücklich, dass die IG-Metall das wichtige Thema Arbeitszeit in der anlaufenden Tarifrunde auf die Agenda setzt. DIE LINKE steht in dieser Auseinandersetzung solidarisch an der Seite der Kolleginnen und Kollegen.

Die Durchsetzung der IG-Metall-Forderung, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit vorübergehend auf 28 Stunden pro Woche reduzieren können, wäre ein erster wichtiger Schritt hin zu einer neuen Arbeitszeitsouveränität der Beschäftigten.

Die erforderlichen tariflichen Regelungen entbinden eine zukünftige Regierung nicht davon, ebenfalls tätig zu werden. Flexibilität im Arbeitsleben muss sich nach den Bedürfnissen der Beschäftigten richten. Die Beschäftigten müssen mehr Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeit und Arbeitszeit haben und zwar gesetzlich verankert. Wir wollen ein Recht auf vorübergehende Arbeitszeitverkürzung: Der bestehende Rechtsanspruch auf Teilzeit muss durch ein Rückkehrrecht zu der vorherigen vertraglichen Arbeitszeit ergänzt werden. DIE LINKE fordert außerdem einen Rechtsanspruch auf eine Mindestarbeitszeit, denn viele Beschäftigte leiden unter der zu geringen Arbeitszeit in Mini- und Midijobs und in Teilzeit.