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Kandidatur für den Parteivorsitz

Liebe Genossinnen und Genossen,

 

unsere Partei hat allen Grund optimistisch in die Zukunft zu blicken. Vor zwei Jahren, als Katja Kipping und ich zu den Vorsitzenden unserer Partei gewählt wurden, waren andere Gefühle bestimmend. Es lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf das, was wir gemeinsam mit vielen anderen erreicht haben.

Liebe Genossinnen und Genossen,

unsere Partei hat allen Grund optimistisch in die Zukunft zu blicken. Vor zwei Jahren, als Katja Kipping und ich zu den Vorsitzenden unserer Partei gewählt wurden, waren andere Gefühle bestimmend. Es lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf das, was wir gemeinsam mit vielen anderen erreicht haben.

Vor zwei Jahren standen wir in Meinungsumfragen bei fünf Prozent. Heute sind wir - nach einem tollen, von unseren Mitgliedern getragenen Bundestagswahlkampf - die stärkste Oppositionspartei im Bundestag und haben das Ende unserer Möglichkeiten noch nicht erreicht. Inzwischen liegen wir bei den Zustimmungswerten über dem Ergebnis der Bundestagswahl. Mit diesem Optimismus und Rückenwind gehen wir in die kommenden Wahlen und an die notwendige Entwicklung der Partei.

In gemeinsamer Arbeit ist es gelungen, unsere Partei stärker in sozialen Bewegungen zu verankern. Wir haben die Gesprächs- und Kooperationsfäden zu Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern ausgebaut und gestärkt. Ähnliches gilt für unser Verhältnis zu Intellektuellen und Künstlerinnen und Künstlern. Das liegt auch an der Etablierung von neuen Formaten des Kontaktes, z.B. über Streikkonferenzen und Gesprächsrunden.

Besonders freut mich, dass wir heute an der Basis eine Aufbruchsstimmung erleben. Bei den Genossinnen und Genossen, die seit Jahren und Jahrzehnten vor Ort engagiert sind und bei denjenigen, die aktuell Mitglied der LINKEN werden. Ausdruck dieser Trendwende sind u.a. die Mitgliederzahlen, die zeigen, dass insbesondere viele Jüngere sich mit unseren Positionen identifizieren und die herrschenden Verhältnisse nicht hinnehmen. Auch wenn wir erste Erfolge sehen, bleibt die Parteientwicklung auf Grundlage eines gemeinsamen Papiers von Katja Kipping und mir zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit.

Es gilt, unsere Positionen zu schärfen und auszubauen, auch weil die Große Koalition sich als ignorant gegenüber den Problemen der Menschen erweist. Ich werde auch in Zukunft nicht akzeptieren, dass ein Drittel der Menschen in unserem Land sich in prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen befinden, Millionen ausgegrenzt sind. Im Mittelpunkt jeder linken Politik muss der Kampf um die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums stehen. Wir werden weiter auf klaren Konfrontationskurs zu den Reichen und Kapitalbesitzern gehen, dies ist auch elementarer Bestandteil einer Politik für den Ausbau des Öffentlichen. Für uns ist klar, der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte. Wir müssen Motor für den sozial-ökologischen Wandel bleiben und werden auch künftig jeden Militarisierungskurs ablehnen. In allen Politikfeldern muss unsere Partei Angebote an diejenigen machen, denen die anderen Parteien mit Ignoranz begegnen.

Vor zwei Jahren habe ich meine Parteitagsrede mit dem Zitat beendet: „Lasst uns dafür sorgen, dass die Farbe Rot wieder Mode wird.“ Daran will ich gemeinsam mit anderen weiterarbeiten und kandidiere erneut zur Wahl als Parteivorsitzender.

Ich bitte um Eure Unterstützung.

Mit solidarischen Grüßen
Bernd Riexinger

Bewerbung als PDF zum Download:

Video der Pressekonferenz: