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Kinderarmut im reichen Stuttgart ist eine Schande

In der Stuttgarter Zeitung wird heute die Frage aufgeworfen „Wann gilt ein Kind in Stuttgart als arm?“, da basierend auf neuen Daten des Statistischen Landesamts die Stadt Stuttgart in Baden-Württemberg das Schlusslicht bildet.

 

Bernd Riexinger, Mitglied des Bundestags aus Stuttgart erklärt dazu:

„Es ist eine Schande, dass in der reichen Stadt Stuttgart Kinder in Armut leben müssen oder von Armut bedroht sind. Die Frage ist doch nicht, ab wann ein Kind in Armut lebt und wie die jeweiligen Statistiken richtig ausgelegt werden müssen. Die richtige Frage muss sein, was notwendig ist, damit Kinder nicht mehr in Armut leben. Es ist in der Verantwortung de des Gemeinderats, Landes- und Bundesregierung diese Frage zu beantworten.

Die größte soziale Krise in der Stadt Stuttgart sind die immer weiter steigenden Mieten. Gerade junge Familien, Alleinerziehende und prekär Beschäftigte müssen große Teile ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Es müssen endlich mehr sozial geförderte Wohnungen geschaffen und die bestehenden erhalten werden.

Die Gebühren für Kita und Hort sind in Stuttgart ebenfalls erheblich. Bildung muss auch Baden-Württemberg von der Kita bis zur Universität gebührenfrei sein. Es kann nicht sein, dass in Heilbronn Kinder keine Gebühren bezahlen, in Stuttgart und an vielen anderen Orten Hunderte Euro Gebühren im Monat erhoben werden.

Es gibt auch viele Möglichkeiten Kinder direkt finanziell zu unterstützen. Das Mittagessen in der Schule und der Nahverkehr für Schüler:innen muss für alle Kindern kostenlos sein.

Was in armen Städten wie Berlin möglich ist, ist in der reichen Stadt Stuttgart und im reichen Land Baden-Württemberg auch möglich. Bisher fehlt es allerdings am politischen Willen der grün-schwarzen Landesregierung und der grün-schwarz-liberalen Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat.“