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            <title>DIE LINKE. Bernd Riexinger: RSS-Feed</title>
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            <language>de</language>
            <copyright>DIE LINKE. Bernd Riexinger</copyright>
            
            <pubDate>Tue, 18 Aug 2026 00:39:36 +0200</pubDate>
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                <guid isPermaLink="false">news-433437</guid>
                <pubDate>Mon, 02 Sep 2024 11:15:00 +0200</pubDate>
                <title>Meine Rede auf dem gestrigen Antikriegstag in Villingen-Schwenningen: </title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/meine-rede-auf-dem-gestrigen-antikriegstag-in-villingen-schwenningen/</link>
                
                <description>Liebe Friedensfreunde,
liebe Friedensfreundinnen,
in meiner politisch aktiven Zeit habe ich noch nie eine dermaßen aufgeladene militarisierte Stimmung erlebt, als seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch genau, als am 3. Juni 2022 das sog. Sondervermögen von 100 Mrd. Euro für die Bundeswehr in namentlicher Abstimmung beschlossen wurde. 593 Abgeordnete stimmten dafür, 80 dagegen, sieben enthielten sich.</p>
<p>Danach erhoben sich die 593 Abgeordneten und klatschten enthusiastisch Beifall für das größte Aufrüstungsprogramm der Nachkriegsgeschichte. Beerdigt wurden Jahrzehnte der Entspannungspolitik, des Misstrauens gegenüber Aufrüstung und militärischen Drohungen. Ich habe so eine Stimmung noch nie erlebt. Es war bedrohlich und befremdlich zugleich.</p>
<p>Dabei ist der Verteidigungsetat seit 2014 von 32,4 Mrd. auf 51,95 Mrd. angehoben worden. Über 70 Mrd. sind es, wenn das 2 Prozentziel umgesetzt wird. Weltweit sind die Militärausgaben 2023 um 6,8 Prozent auf unvorstellbare 2,4 Billionen US-Dollar gestiegen. Davon die USA 916 Mrd., China 296, Russland 109. Man sollte meinen, das wäre genug, um die Welt mehrmals zu vernichten. Angesichts des Hungers, des Mangels an sauberem Wasser, des Zustandes der Bildung, angesichts der weltweiten Klimakatastrophe müssten dort die vielen Milliarden untergebracht werden, anstatt in die Ausrüstung fürs Töten.</p>
<p>Auch bei uns bräuchten wir dringend 100 Mrd. für unsere Schulen und Kindertagestätten, für eine funktionierende Bahn, für das Gesundheitswesen und die bessere Bezahlung der Pflegekräfte, für eine funktionierende soziale und öffentliche Infrastruktur, aber nicht für Panzer und Raketen.</p>
<p>Liebe Friedensfreunde,</p>
<p>der beliebteste Politiker in Deutschland ist Verteidigungsminister Boris Pistorius. Ein Sozialdemokrat, der ausgerechnet am 9. November 2023 mit den neuen Verteidigungspolitischen Richtlinien mit seinem Generalinspekteur die deutsche Kriegstüchtigkeit ausgerufen hat. „Sie sind deswegen ein sicherheitspolitisches Armutszeugnis, weil die Sicherheit dort allein als Kriegstüchtigkeit und als Kriegsbereitschaft definiert wird“, schreibt der Journalist Heribert Prantl. Die Richtlinien propagieren die jederzeitige „Bereitschaft zum Kampf mit dem Anspruch auf Erfolg im hochintensiven Gefecht“. Es geht um die Umstellung auf Kriegswirtschaft schon in Friedenszeiten.</p>
<p>Auch sonst fallen nahezu alle Mauern: Die Rüstungsexporte erreichen Höchststände. Auch Außenministerin Annalena Baerbock hatte keine Bedenken mehr gegen die Lieferung von Kampfjets an Saudi-Arabien. So viel zur feministischen Außenpolitik.</p>
<p>Am 10. Juli dieses Jahres kündigten die Regierungen der Vereinigten Staaten und Deutschlands an, ab 2026 Raketen und Marschflugkörper auf deutschem Territorium zu stationieren. Ein Teil davon kann auch atomar bestückt werden. Ich gehöre zu der Generation, die in den 80er Jahren mit Millionen Menschen gegen die damalige Stationierung von Mittelstreckenraketen auf die Straße gegangen ist. Ich bedaure es sehr und verstehe es auch nicht, warum es heute so viel wie keinen Widerstand gegen diese gefährliche Maßnahme gibt. Noch nicht einmal im Parlament sollte darüber diskutiert werden. Gerade Europa steht im Zentrum hochgerüsteter Atommächte in Ost und West und würde einen Atomkrieg nicht überleben. Dass es bisher nicht gelungen ist das Atomwaffenarsenal zu verbannen, welches ermöglicht die Menschheit mehrmals zu vernichten, zeigt nur wie wichtig es ist die Friedensbewegung wieder zu beleben.</p>
<p>Liebe Friedensfreunde und Friedensfreundinnen,</p>
<p>der Ukraine-Krieg war nicht nur eine Zäsur für die Militarisierung der Gesellschaft. Er hat auch die Friedensbewegung oder zumindest Teile davon verunsichert, ehemalige Kriegsdienstverweigerer wurden zu Befürwortern von Waffenlieferungen oder grüne Umweltpolitiker*innen mutierten plötzlich zu Waffenexperten für Panzer und Kampfjets. Es entstand ein politisches Klima in dem Pazifisten, selbst Politiker*innen, die lediglich forderten Verhandlungsmöglichkeiten auszuloten als nützliche Idioten für Putin beschimpft wurden. Dabei gibt es kaum jemand in der Friedensbewegung, der oder die den völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine nicht verurteilten. Es gibt auch keinen Grund mit einer autoritären Regierung, die einem Oligarchenkapitalismus vorsteht und massenhaft junge Menschen auf die Schlachtfelder schickt zu sympathisieren. Im Gegenteil.</p>
<p>Ich habe als junger Sozialist das Prinzip gelernt: Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter. Wenn sie uns in einen Krieg hetzen, sag nein. Vieles erinnert bei diesem Krieg an den ersten Weltkrieg von 1914. Wegen weniger km Geländegewinn müssen Tausende junger Menschen sterben. Sie haben nur ein Leben. Und diejenigen auch im deutschen Bundestag, die völlig überzeugt sind, gerade bei den Grünen, auf der Seite der Guten zu stehen, die westliche Demokratie und Kultur zu verteidigen haben vergessen, dass ihre Aufgabe ist, alles dafür zu tun diesen Krieg zu beenden. Das ganze Gerede von Strack-Zimmermann und andern, die Ukraine müsse siegen, ist längst von der Wirklichkeit widerlegt. Die Reaktion darauf ist, noch mehr Waffen zu liefern. Die Aktienkurse von Rheinmetall schießen in die Decke. Wie lange soll das noch so weitergehen, wie viele Menschen müssen noch sterben? Mit Putin könne man nicht verhandeln, heißt es. Kriege können jedoch nur durch Verhandlungen beendet werden. Ein Siegfrieden ist nicht möglich und man kann sich seine Verhandlungspartner nicht heraussuchen. Alles andere hieße so lange weiter Krieg führen bis in Russland ein Regimewechsel stattfindet. Das kann noch lange dauern. Soll der Krieg noch Jahre gehen und wie viele Menschen sollen noch sterben? Und würde die Ukraine die besetzten Gebiete wieder zurückbekommen?</p>
<p>Helmut Schmidt hat einmal gesagt: Lieber 1000-mal verhandeln als einmal schießen. Der bereits zitierte Heribert Prantl schrieb: Man muss Verhandlungen auch herbeiverhandeln. Wir haben vorgeschlagen, dass China und Indien als Vermittler agieren müssen. Indien hat sich gerade wieder angeboten.</p>
<p>Unsere Aufgabe als Friedensbewegung ist der Militarisierung der Politik und der Gesellschaft eine klare Absage zu erteilen. Unsere Aufgabe ist, dafür zu kämpfen, dass Deutschland friedenstüchtig wird und nicht kriegstüchtig.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktionen</category><category>Aktuell</category><category>Baden-Württemberg </category><category>DIE LINKE</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-391573</guid>
                <pubDate>Tue, 01 Mar 2022 18:08:00 +0100</pubDate>
                <title>Intervention zur politischen Orientierung der Partei DIE LINKE zum Krieg gegen die Ukraine</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/intervention-zur-politischen-orientierung-der-partei-die-linke-zum-krieg-gegen-die-ukraine/</link>
                
                <description>Der  Einmarsch des russischen Militärs in der Ukraine ist ein Akt der Aggression, der unsägliches Leid für die ukrainische Bevölkerung verursacht und durch nichts zu rechtfertigen ist. Das Blutvergießen trifft auch russische Soldaten und die Bevölkerung in Russland wird für die Kriegskosten bitter bezahlen müssen. Sowohl der Widerstand in der ukrainischen Bevölkerung als auch die ersten Anzeichen russischer Proteste gegen den Krieg verdienen deshalb unsere volle Solidarität.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist gut, dass Partei und Fraktion den Angriffskrieg von Russland auf das schärfste verurteilten und einen sofortigen Waffenstillstand und den Rückzug der russischen Truppen forderten. Auch das demütige Eingeständnis, dass unsere Partei den Krieg durch Russland nicht für möglich gehalten hat, war richtig und wirkt glaubwürdig. Noch wenige Tage, bevor die ersten Bomben fielen, hatten einzelne Fraktionsmitglieder&nbsp; zu einer Kundgebung unter dem Motto „Sicherheit für Russland heißt Sicherheit für Deutschland aufgerufen“ und die Warnungen vor einem Einmarsch ins Reich der Märchenerzähler verwiesen. Was für eine verheerende Fehleinschätzung. Die Auseinandersetzung über das Verhältnis zu Russland beschäftigt die Partei seit ihrer Gründung. Die Rolle der Roten Armee bei der Befreiung vor dem Faschismus, die 27 Millionen Todesopfer durch den faschistischen Krieg und Terror, Not und Entbehrung, die dem Volk der damaligen Sowjetunion aufgezwungen wurden weltweit in der Linken nicht vergessen. Gerade in Zeiten des kalten Krieges war das keine populäre Haltung. Teile der Partei bewegten sich außerdem in der Traditionslinie des sowjetisch geprägten „realen Sozialismus“, der bis heute ihre Haltung zu Russland prägt. Unabhängig von der berechtigten Kritik vieler Linker am Charakter dieses Systems, hat in Russland eine neoliberal geprägte Transformation zum Kapitalismus stattgefunden. Das Putin Regime verkörpert einen autoritären Oligarchenkapitalismus, der mit einem erstarkten Nationalismus einhergeht. Dieses System hat mit linken Vorstellungen nichts zu tun, im Gegenteil, es geht weit hinter Maßstäbe selbst bürgerlich liberaler Demokratien zurück. Unter Putin hat Russland wieder eine aktivere Rolle in der Weltpolitik eingenommen. Dabei geht es um knallharte Interessen, die auch militärisch durchgesetzt werden. Tommaso Di Francesco von il manifesto, der schon die Entscheidung von Putin, die Unabhängigkeit von Lugansk und Donesk anzuerkennen, als „Akt der Gewalt“ und als abenteuerlichen Vorboten eines neuen Krieges bewertete, bezeichnet Russland als „von seiner ideologischen und militärischen Expansion angetrieben“.</p>
<p>Bei einer überwiegenden Mehrheit der Mitglieder unserer Partei ist die Haltung zu Russland auf Grund der autoritären Entwicklung im Land und Russlands Außenpolitik (zu der seit einigen Jahren auch die Unterstützung rechts-autoritärer und nationalistischer Kräfte in verschiedenen Ländern gehört) &nbsp;bereits seit längerer Zeit aus &nbsp;differenziert und kritischer geworden. Wir sind Friedenspartei und nicht außenpolitische Interessensvertretung anderer Länder. Diese Haltung wurde oft als eine ‚Äquidistanz‘ kritisiert. Das ist eine Fehleinschätzung. Es ist keine Verharmlosung des US-Imperialismus, wenn Russland kritisiert wird. DIE LINKE wird jedoch unglaubwürdig, wenn sie an unterschiedliche imperiale Mächte unterschiedliche Maßstäbe bei Menschenrechten, Demokratie, sozialer Gleichheit und friedlicher Außenpolitik anlegt. Sie muss uneingeschränkt alle kriegerische und imperiale Politik kritisieren und bekämpfen. Schon um gegenüber den westlichen Politikern glaubwürdig zu sein, die mit völkerrechtswidrigen Kriegen der USA oder der NATO keine Probleme haben. Sie bedienen immer wieder die Erzählung, dass wir es mit dem ersten Krieg nach 1945 auf europäischen Boden zu tun hätten. Serbien, das 1999 unter tätiger Mithilfe der damaligen Rot-Grünen-Regierung, bombardiert wurde gehört jedoch genauso zu Europa wie die Ukraine</p>
<p>Richtig war es, dass die LINKE-Bundestags Fraktion spätestens nach den Reden von Olaf Scholz und Friedrich Merz den Antrag der Ampelkoalition abgelehnt hat, der die Unterstützung der Ukraine in einer Art Hau-Ruck-Aktion mit einem massiven Aufrüstungsprogramm verband. Die Bundeswehr wird mit einem Sonderfond von 100 Mrd. Euro ausgestattet. Finanzielle Mittel werden innerhalb kürzester Zeit mobilisiert, denen sich diese und die Vorgängerregierung in sozialen Fragen, bei der Aufnahme von Geflüchteten oder bei der Entwicklungshilfe immer verweigert haben. Das Zwei-Prozent-Ziel der NATO soll übererfüllt werden und damit die Steigerung der Rüstungsausgaben auf über 70 Mrd. Euro.&nbsp; Der Jubel der anderen Parteien bei dieser Ankündigung von Scholz im Bundestag ist befremdlich. Das gleiche gilt für die Genehmigung von Waffenexporten. Offensichtlich drohen gerade alle Dämme zu brechen. „Mit der historischen Entscheidung, tödliche Waffen zu liefern, und seiner Rede im Bundestag hat sich Olaf Scholz zum Kriegskanzler gewandelt“ schreibt Barbara Junge in der Taz, nicht ohne es als historische Ausnahmesituation zu bezeichnen. Gleichzeitig titelt die Taz: „Putin rüstet Deutschland auf“. Die Erzählung, dass bisher nicht aufgerüstet wurde und wir eine völlige Zäsur der deutschen Außenpolitik erleben ist nur zum Teil richtig. Die Mittel für die Bundeswehr wurden schon in den letzten Jahren gewaltig erhöht und das Zwei Prozent Ziel wurde auch seither nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Wahr ist auch, dass jetzt der letzte Widerstand in der SPD, z.B. gegen bewaffnete Drohnen gebrochen ist. Wie immer ringen die Grünen mit sich, um dann doch die gewaltige Aufrüstung mitzutragen.</p>
<p>Auch wenn es schwer ist und derzeit eine Mehrheit der Bevölkerung die Maßnahmen der Bundesregierung unterstützt muss DIE LINKE Kurs halten und die Stimme der Vernunft gegen Aufrüstung und Militarisierung sein. Ein neuer Rüstungswettlauf erhöht nicht nur die Kriegsgefahr, er kostet auch Geld, das für andere Zwecke nicht mehr vorhanden ist. Außerdem ist die Kritik an der NATO nach wie vor berechtigt. Sie hat ihren Einflussbereich nach Osten erheblich ausgedehnt, sie ist kein Friedensbündnis, sie ist Teil des Problems, nicht der Lösung. Das darf jedoch nicht mit Rechtfertigung verwechselt werden. Auch der Hinweis auf berechtigte Sicherheitsinteressen von Russland rechtfertigt keinen verbrecherischen Krieg oder relativiert die Kritik an seinen Verursachern.</p>
<p>Gerade weil wir für Abrüstung, Verhandlungen, gegen Waffenexporte und Aufrüstung sind können wir nicht gleichzeitig gegen Sanktionen sein. Die bisherige Haltung „Sanktionen treffen die Bevölkerung, deshalb sind wir dagegen“ lässt sich nicht durchhalten. Deshalb ist es richtig, dass in unseren Antrag Sanktionen gegen Oligarchen und Kriegstreiber aufgenommen wurden. Wer könnte da ernsthaft etwas dagegen haben. Aber das wird nicht ausreichen. Die Ukraine wurde angegriffen und hat das Recht auf Selbstverteidigung. Waffenexporte an die Ukraine aber drohen das Blutvergießen zu verlängern; sie können sogar in eine direkte militärische Konfrontation mit Russland führen, uns in einen Krieg hineinziehen. Wer aber in dieser zugespitzten Situation eines Angriffskrieges auf Deeskalation setzt und Waffenexporte aus guten Gründen ablehnt, , wird sofort mit der ebenso berechtigten Frage konfrontiert, wie denn Russland unter Druck gesetzt werden kann, einem Waffenstillstand zuzustimmen oder sogar den Krieg zu beenden. Wirtschaftliche Sanktionen sind der bessere Weg als der militärische. Natürlich werden die Sanktionen Putin unter Druck setzen. Auch wirtschaftliche Folgen, etwa infolge der Sanktionen gegen die russische Zentralbank, gehören da unvermeidlich dazu, da nur sie effektiven Druck erzeugen. Putins Wirtschaftspolitik hat es geschafft das Pro-Kopf-Einkommen Russlands unter das Niveau von Rumänien zu verringern. Der Lebensstandard der russischen Bevölkerung sinkt und wird durch den Krieg weiter sinken.</p>
<p>Es ist am Ende eine offene Frage und eine Frage der politischen Auseinandersetzungen in Russland, ob eine sich verschlechternde wirtschaftliche Lage auch zu wachsendem Protest gegen den Krieg führt; die Regierung Putins setzen sie allemal unter Zugzwang.</p>
<p>&nbsp;Gezielte Sanktionen sind eine klare und letztlich die einzige derzeit politisch vermittelbare Alternative zu Waffenexporten. Sonst bleiben nur Appelle oder die Forderung Putin ein Angebot zu unterbreiten, das er nicht ablehnen kann. Was soll das sein? Friedensverhandlungen müssen schließlich zwischen der Ukraine und Russland stattfinden. Dazu ist ein Waffenstillstand dringend erforderlich. Das jedoch hat alleine Russland in der Hand, dessen kriegerischer Akt der Aggression nicht ohne Folgen bleiben darf. Wenn wir keine Aussagen treffen können, wie Druck auf Putin ausgeübt werden kann, wird es umso schwerer der Stimmung, "jetzt helfen nur noch Waffen“ und dem richtigen Appell. Die wir die Ukrainische Bevölkerung nicht alleine zu lassen, etwas entgegen zu setzen.</p>
<p>DIE LINKE muss deshalb m.E. offen für gezielte Sanktionen mit Maß sein, die die russische Oligarchie treffen und zugleich einer unkontrollierbare Eskalationsspirale vorbeugen.</p>
<p>&nbsp;Es ist übrigens auch nicht so, dass DIE LINKE vor unserer Parteigründung nicht für Sanktionen war. Natürlich haben wir die Boykottkampagne gegen das Apartheidsystem in Südafrika unterstützt und Hafenarbeiter, die südafrikanische Produkte nicht entladen haben. Dass Putin durch die eigene Bevölkerung gestoppt wird, wäre natürlich das Beste. Das wird jedoch nicht schnell geschehen und der Krieg ist längst in Gange. Dass Niko Popp in der Jungen Welt sagt, wenn die Linke auf Sanktionskurs geht, dann sei ihr Abmarsch in den Dienst des Imperialismus erfolgt ist eine bösartige Fehleinschätzung. Wir verbinden Sanktionen nicht mit Aufrüstung und Militarisierung, wie die meisten anderen Parteien, sondern mit dem Gegenteil: Mit Abrüstung und Friedenspolitik.</p>
<p>Neben den bestehenden Sanktionen wäre z.B. die Beschlagnahmung eines relevanten Teils der Auslandsvermögen von russischen Oligarchen, wie sie mittlerweile auch anerkannte linke Ökonomen wie Paul Krugman oder Thomas Piketty auf unterschiedliche Weise ins Spiel bringen geeignet den linken Ansatz in dieser historischen Krise deutlich zu machen. Das oligarchische Vermögen könnte Faustpfand für den Abzug der russischen Truppen sein.</p>
<p>Der Hinweis, dass die unteren Gruppen der Bevölkerung die damit hergehenden Energiepreissteigerungen bezahlen werden, kann nicht einfach übergangen werden. Hier ist es aber richtiger staatliche Unterstützung zu fordern, soziale Ausgleichsmaßnahmen, eine staatliche Preisregulierung gegen die Energiekonzerne und eine stärkere Belastung der Reichen. Es wäre eine Sackgasse wenn der Eindruck entsteht, dass Teile der LINKEN über Benzin- und Gaspreise diskutieren, während in der Ukraine Tausende von Menschen ihr Leben verlieren. Diesem Dilemma können wir entgehen, wenn wir deutlich machen, dass die immensen Milliardenbeträge für die Aufrüstung auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit gehen werden. Die Milliarden für Aufrüstung sind für einen wirklichen europäischen sozial-ökologischen Umbau und einen Friedensplan besser aufgehoben als in Konfrontation und Milliarden für Rüstungskonzerne. Ohne eine andere sozial gerechte und klimagerechte europäische Wirtschaftsordnung kein Frieden in Europa und anderswo. Mit dieser Richtung kann die LINKE in der neuen, deutlich jüngeren Friedensbewegung wirken und deutlich machen: dauerhaftem Frieden stehen die Interessen der Oligarchen in Russland und Kiew, der EU und den USA entgegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Neue Friedensbewegung</strong></p>
<p>Zurzeit gehen Hunderttausende gegen den Krieg auf die Straße. Es ist richtig, dass DIE LINKE mit dazu aufruft und sich zugleich klar auf die Seite der „neuen“ Friedensbewegung stellt. Das ist je nach örtlicher Lage gar nicht so einfach, denn es gibt Misstrauen gegen DIE LINKE, wegen ihrer vermeintlichen oder teilweise tatsächlichen Kritiklosigkeit gegenüber Russland. Wir werden eher als Teil der „alten“ Friedensbewegung betrachtet, die die Bindung an die junge Generation verloren und in ihren Aufrufen- oder Aufrufentwürfen für die Ostermärsche teilweise kein kritisches Wort an die Truppenaufmärsche an der ukrainischen Grenze verloren hat. Ob sie&nbsp; wieder Zugang zu den Menschen bekommen wird, die derzeit auf die Straße gehen ist eine offene Frage und wird davon abhängig sein, ob sie glaubwürdig eine Korrektur ihres bisherigen Kurses vornimmt. Wir sollten uns s dafür nicht in Mithaftung nehmen lassen. Es ist völlig klar, dass sich ganz unterschiedliche Gruppen und Menschen mit zum Teil gegensätzlichen Vorstellungen auf den Straßen und Plätzen treffen. Da sind auch Forderungen nach Waffenlieferungen dabei oder Aufnahme der Ukraine in die NATO. Und natürlich, alles andere würde verwundern, versucht der herrschende Block sie zu vereinnahmen, Kritik an der NATO oder der Bundesregierung unter den Teppich zu kehren. DIE LINKE kann die klare Kritik an Russland verbinden mit der Kritik an Aufrüstung und Militarisierung, eine klare Stimme gegen einen erneuten Rüstungswettlauf sein. Auch die Gefahren der atomaren Bewaffnung können zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Vordergrund rücken. Putins Drohung, dessen Verhalten&nbsp; irrational und gefährlich ist, macht deutlich welche Gefahren die Atombewaffnung darstellt, und dass ein Großteil davon auf die Länder in Europa gerichtet ist.</p>
<p>Viele der Hunderttausende, die jetzt auf die Straße gehen sind entsetzt über das Leid und Elend, das dieser Krieg verursacht. Sie sind zurecht empört über die Brutalität des Putin-Regimes und die Geringschätzung der Interessen der Menschen in der Ukraine. Sie wollen nicht tatenlos zusehen, wie wenige Flugstunden von uns entfernt ein blutiger Krieg geführt wird. Vielfach sind es die gleichen jungen Menschen, die auch gegen die bedrohliche Klimakatastrophe auf die Straße gehen. Das ist ermutigend. In welche politische Richtung das geht, wird nicht unwesentlich von unserer eigenen Haltung und Glaubwürdigkeit abhängen. Erste Umfragen zeigen, dass 25 – 30 Prozent der Bevölkerung den Aufrüstungsplänen kritisch gegenüber stehen. Bei den Anhänger*innen der Linken sind es 67 Prozent. Sie müssen in unserer Partei eine glaubwürdige Vertretung finden.</p>
<p>Bernd Riexinger<br> Stuttgart, 28.2.2022</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktionen</category><category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>DIE LINKE</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-390107</guid>
                <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 12:26:00 +0100</pubDate>
                <title> Stromsteuer für Personen- und Güterverkehr auf der Schiene abschaffen</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/stromsteuer-fuer-personen-und-gueterverkehr-auf-der-schiene-abschaffen/</link>
                
                <description>Im Verkehrsausschuss des Bundestags wurde in dieser Woche über die Gefahr steigender Stromkosten für den klimafreundlichen Schienenverkehr debattiert. Deutschland ist bei der Höhe der Strompreise in der EU an der Spitze. Es gibt die Gefahr einer weiteren Verlagerung des Personen- und Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße.

Bernd Riexinger, MdB aus Stuttgart und Sprecher für nachhaltige Mobilität der LINKSFRAKTION erklärt dazu:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><em>„Die Deutsche Bahn zahlt die EEG Umlage, sie muss für 100 Prozent der CO2-Zertifikate im Emissionshandel kostenpflichtig aufkommen und sie muss die Stromsteuer bezahlen, trotz massiv steigender Strompreise. Gleichzeitig genießen konkurrierende Verkehrsträger wie der Luftverkehr und die Binnenschiffsfahrt eine Reihe von Privilegien. Flugzeuge und Binnenschiffe sind von der Mineralöl- und Ökosteuer befreit und nur 15 Prozent der CO2-Zertifikate sind für den Luftverkehr kostenpflichtig.<br> <br> Es ist an der Zeit, dass dieses Missverhältnis umgekehrt wird. Klimaschädliche Subventionen für den Luftverkehr müssen beendet werden, stattdessen muss der Personen- und Güterverkehr bevorzugt werden. Die Stromsteuer muss für den Schienenverkehr auf Null gesetzt werden, so wie auch in Österreich und anderen Ländern der EU. Damit eine sozial-ökologische Mobilitätswende gelingt, ist es unerlässlich den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene gegenüber den klimaschädlichen Luft- und Binnenschiffsverkehr zu bevorteilen.<br> <br> Notwendig sind auch massive finanzielle Investitionen in Elektrifizierung von Schienenstrecken. Die Ampelregierung muss die bisherige Methodik bei der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Ausbau der Elektrifizierung des Schienenverkehrs im Bundesverkehrswegeplan verändern. Klimaschutz und Netzwirksamkeit sind dann deutlich besser in der Bemessung zu berücksichtigen. Es wäre ein grober Unsinn, wenn die Elektrifizierung wichtiger Strecken aufgrund falsch angelegter Wirtschaftlichkeitsberechnungen gestoppt&nbsp;würde.</em></p>
<p><em>Die Entscheidungsgrundlage für den klimafreundlichen Bahnverkehr darf nicht mehr mit der Denkweise und den Grundlagen des letzten Jahrhunderts stattfinden. Eine Elektrifizierung führt schließlich dazu, dass Züge schneller, leiser, umweltfreundlicher und günstiger Unterweg sind.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Baden-Württemberg </category><category>Das muss drin sein!</category><category>DIE LINKE</category><category>Europa</category><category>Gute Arbeit</category><category>UmFAIRteilen</category><category>Umwelt</category>
                
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-388093</guid>
                <pubDate>Mon, 29 Nov 2021 15:16:00 +0100</pubDate>
                <title>Menschenrechte wahren - Flüchtlinge an EU-Außengrenzen retten</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/menschenrechte-wahren-fluechtlinge-an-eu-aussengrenzen-retten/</link>
                
                <description>Vom 01. bis zum 03. Dezember findet in Stuttgart die 215. Konferenz der Innenminister:innen statt. Der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Bernd Riexinger fordert von der Innenministerkonferenz einen Beschluss für sofortige Maßnahmen zum Schutz und zur Aufnahme von Flüchtlingen an der polnischen/belarussischen Grenze.
 
Bernd Riexinger, MdB für DIE LINKE aus Stuttgart erklärt:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>„In den letzten Jahren wurden die Menschenrechte an den EU-Außengrenzen mit Füßen getreten - vor allem auf Geheiß von Deutschland und dem bisherigen Bundesinnenminister Seehofer. Die Folge war eine Militarisierung des Grenzschutzes durch Frontex, Zäune und Mauern um EU-Staaten und illegale Pushbacks im Mittelmeer mit tausenden Toten. Nun erfrieren Menschen - auch Babys und Kindern - in den Wäldern an der polnisch/belarussischen Grenze und der belarussische Diktator Lukashenko führt der Welt vor welche Doppelmoral in der europäischen Politik herrscht.</p>
<p>Gerade an Weihnachten sollten all diejenigen Politiker:innen, die sich sonst immer gerne auf ihren christlichen Glauben berufen, wieder auf die Allgemeinen Menschenrechte besinnen und nicht auf noch mehr Abschottung und Bewaffnung. Ich fordere von der in Stuttgart tagenden Innenministerkonferenz einen Beschluss zur Aufnahme von Flüchtlingen die aktuell an der polnisch/belarussischen Grenze ausharren. Sie handelt sich um Menschen und nicht um Spielbälle, mit denen Politik gemacht werden sollte. Es dürfen keine Menschen mehr an den EU-Außengrenzen ertrinken oder erfrieren.</p>
<p>Ich rufe dazu auf, am Dienstag 30.11. um 18 Uhr vor der Oper Stuttgart unter dem Motto „Keine Auftaktgala für die IMK“ am „Konzert für die verstorbenen und vergessenen Menschen auf der Flucht“ teilzunehmen.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktionen</category><category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Baden-Württemberg </category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-360349</guid>
                <pubDate>Wed, 07 Oct 2020 11:20:00 +0200</pubDate>
                <title>CDU, nicht Klimapolitik verhindert soziale Gerechtigkeit</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/cdu-nicht-klimapolitik-verhindert-soziale-gerechtigkeit/</link>
                
                <description>Zu der Erklärung des Fraktionsvorsitzenden der EVP im EU-Parlament, Manfred Weber, zu höheren EU-Klimazielen &quot;Schwächere in unserer Gesellschaft werden sich steigende Preise für eine warme Wohnung oder für ein Auto nicht dauerhaft leisten können», sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>"Es gibt schon heute viele Menschen, die sich die steigenden Preise für eine warme Wohnung nicht mehr leisten können. Das liegt nicht an der Klimapolitik, sondern an der fehlenden Verteilungsgerechtigkeit. Mit höheren Mindestlöhnen, einer sanktionsfreien Mindestsicherung von 1050 Euro und einer Mindestrente von 1050 Euro wäre da viel gewonnen. Das verhindert aber in Deutschland vor allem die CDU. In der EU ist es die Politik, die nicht zuletzt auch von der EVP vertreten wird. Ich glaube, Herr Weber ist gar nicht um die Interessen der Menschen mit wenig Geld besorgt, er ist um die Interessen der Menschen mit viel Geld besorgt. Um die Konzern- und Aktienbesitzenden, die bei besserer Klimapolitik weniger Profit aus ihren Unternehmen ziehen könnten."<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Presse</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-359752</guid>
                <pubDate>Fri, 25 Sep 2020 14:00:00 +0200</pubDate>
                <title>DIE LINKE: Solidarität mit der HDP</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/die-linke-solidaritaet-mit-der-hdp/</link>
                
                <description>In der Türkei hat eine neue Verhaftungswelle begonnen. Dazu erklären Bernd Riexinger und Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Wie wir heute erfahren mussten, hat eine neue Verhaftungswelle gegen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der linken Oppositionspartei HDP in der Türkei begonnen. 82 Personen sollen festgenommen werden, oder sind es bereits, darunter der Oberbürgermeister von Kars, Ayhan Bilgen, der ehemalige Parlamentsabgeordnete Sirri Süreyya Önder und viele weitere Funktionsträger.<br> Hintergrund ist ihre Beteiligung an Demonstrationen im Jahr 2014, als die HDP anlässlich des Angriffs des IS auf die syrisch-kurdische Stadt Kobane auch gegen die Unterstützung der türkischen Regierung für die islamistische Terrormiliz protestierte. Bereits die ehemaligen Vorsitzenden Selahattin Demirtaş und Figen Yüksekdağ waren unter anderem wegen die Beteiligung an den sog. „Kobane-Protesten“ festgenommen worden, und sind seit 2016 inhaftiert.<br> <br> Wir verurteilen die Festnahmen aufs Schärfste, denn hier werden jegliche rechtsstaatlichen Prinzipien ausgesetzt. Damit soll eine demokratische Oppositionspartei, die sich der autoritären Regierung Erdogans entgegenstellt, zerschlagen und mundtot gemacht werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich umgehend dazu zu verhalten und die Freilassung aller politischer Gefangenen in der Türkei einzufordern. Es muss aufhören, dass Deutschland ein Regime in der Türkei unterstützt, dass fortwährend die demokratischen Freiheitsrechte derartig mit Füßen tritt.<br> <br> Wir erklären unsere Solidarität mit der HDP und den demokratischen Kräften in der Türkei! Der Despot Erdogan wird die HDP nicht zum Schweigen bringen!</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-358914</guid>
                <pubDate>Mon, 14 Sep 2020 13:54:00 +0200</pubDate>
                <title>Moria: Perspektiven bieten statt nur Verwahrung diskutieren</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/moria-perspektiven-bieten-statt-nur-verwahrung-diskutieren/</link>
                
                <description>Zur Diskussion über die Unterbringung der Geflüchteten aus Moria sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>"Das Problem ist nicht, woher man Unterkünfte bekommt. Europa ist reich genug, um auf jeden Fall eine Lösung zu finden. Europa könnte in kürzester Zeit Unterkünfte bereitstellen, die dann auch für die tatsächliche Zahl der Geflüchteten geeignet wären.</p>
<p>Das Problem ist, wie wir zu einer menschenwürdigen Behandlung der Geflüchteten kommen. Und das scheitert an der fehlenden Bereitschaft der europäischen Regierungen, einschließlich der deutschen, insbesondere an Innenminister Seehofer.</p>
<p>Statt Menschen in Lager zu pferchen und dort mehr oder weniger nur zu verwahren, müssen wir den Menschen Perspektiven bieten. Wer Jahre in einem überfüllten Lager ausharrt, muss doch irgendwann die Hoffnung verlieren und verzweifeln. Die Geflüchteten aus den Lagern in den Bundesländern und Kommunen aufzunehmen, die sich dazu bereit erklärt haben, wäre problemlos machbar. Das Verhindern der Hilfeleistung durch Innenminister Seehofer ist an Kaltherzigkeit und Zynismus kaum zu überbieten.</p>
<p>Es ist entlarvend, wenn CDU Innenpolitiker erklären, von einem Alleingang Deutschlands gehe ein fatales Signal aus. Das Signal wäre: ‚Deutschland nimmt Menschenrechte ernst und zeigt ein Minimum an Menschlichkeit‘. Wenn die CDU das nicht will, ist das eine moralische Bankrotterklärung der selbsternannten Christlich-Demokratischen-Union."</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-356687</guid>
                <pubDate>Tue, 21 Jul 2020 11:59:00 +0200</pubDate>
                <title>Zum EU-Gipfel</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/zum-eu-gipfel/</link>
                
                <description>Heute am frühen Morgen wurde auf dem EU-Gipfel eine Einigung über die Corona-Hilfen und den Haushalt der nächsten Jahre gefunden. Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, dazu:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Gipfel war kein Gipfel der europäischen Solidarität. Es brennt in Europa und die geizigen Vier wollen auch noch an der Feuerwehr sparen. Bei diesem EU-Gipfel wurden die nationalstaatlichen Egoismen wichtiger genommen als der europäische Zusammenhalt.<br> Es wird Kürzungen bei den Projekten der Zukunft geben, beispielsweise bei 'Just Transition' oder Maßnahmen gegen Jugendarbeitlosigkeit. Dazu kommen Streichungen bei der Unterstützung armer Regionen, Gesundheit und humanitärer Hilfe. Die genannten Refomanforderungen dürfen jetzt auf keinen Fall bedeuten, dass die Löhne sinken und der Sozialstaat weiter abgebaut wird. Im Gegenteil: Europa muss gerade im Sozialen zusammenwachsen.<br> Auch wer gehofft hat, dass wenigstens die Rechtsstaatlichkeit in Europa gestärkt wird, wird von diesem Gipfel enttäuscht. Mit der jetzigen Formulierung sind die Anforderungen so löchrig formuliert, dass selbst Orban noch hindurch schlüpfen kann, während er sich selbst auf die Schulter klopft. Dieser Kompromiss ist leider kein Grund zu feiern.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-349536</guid>
                <pubDate>Thu, 02 Apr 2020 13:26:00 +0200</pubDate>
                <title>Riexinger zu Social Distancing in Massenunterkünften</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/riexinger-zu-social-distancing-in-massenunterkuenften/</link>
                
                <description>In Massenunterkünften ist „Social Distancing“ und damit der Schutz vor der Ansteckung mit Corona nicht möglich. Daher fordert Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Social Distancing darf kein Privileg sein. Wir müssen dafür sorgen, dass sich auch Menschen, die in Massenunterkünften untergebracht wurden, vor Corona schützen können. Obdachlose und Geflüchtete aus Massenunterkünften müssen dringend dezentral untergebracht werden. Dafür sollten in erster Linie leerstehende Wohnungen, in den vielen Städten mit knappem Wohnraum vorübergehend aber auch Hotels, Jugendherbergen und Pensionen genutzt werden. Das kann auch für die derzeit wegen Corona geschlossenen Beherbergungsbetriebe eine finanzielle Entlastung bedeuten.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Thu, 02 Apr 2020 12:54:00 +0200</pubDate>
                <title>Sofortige Aufnahme von Flüchtlingen aus Moira</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/sofortige-aufnahme-von-fluechtlingen-aus-moira/</link>
                
                <description>Angesichts der Zustände im Lager Moira auf Lesbos und der drohenden Gefahr eines Corona-Ausbruchs dort fordert Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts der unhaltbaren Zustände im Flüchtlingslager Moira sollte Deutschland sofort mehrere tausend Menschen von dort aufnehmen, vor allem Alte, Kranke und Kinder.<br> Noch hat Corona das Flüchtlingslager Moira nicht erreicht. Sollte das geschehen, droht eine Katastrophe. Maßnahmen wie Kontaktreduktion sind in dem überfüllten Lager illusorisch, die wenigen Intensivbetten auf der Insel Lesbos sind schon fast alle belegt. Wer hier auf Beatmungsgeräte angewiesen ist, wird sehr wahrscheinlich sterben. Wir müssen jetzt dringend die Menschen aus Moira auf die europäischen Länder verteilen. Deutschland könnte dabei problemlos vorangehen und sofort 10.000 Flüchtlinge aufnehmen. Mehr als 100 Kommunen haben bereits von sich aus ihre Bereitschaft zur Aufnahme erklärt. Darauf muss der Bund einfach zurückkommen.<br> Die Zustände im Lager Moira waren auch vor Corona schon inakzeptabel. Dass jetzt immer noch nichts passiert, ist eine Schande für ganz Europa und für jedes einzelne europäische Land, das angesichts der aktuellen Situation weiter untätig bleibt. Und es ist auch ganz persönlich eine Schande für Innenminister Seehofer, der für die notleidenden Menschen auf Lesbos bisher nur leere Worte zu bieten hat.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Tue, 03 Mar 2020 13:09:51 +0100</pubDate>
                <title>Menschen helfen, Grundrechte respektieren</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/menschen-helfen-grundrechte-respektieren/</link>
                
                <description>Zur aktuellen Debatte um flüchtende Menschen an der griechischen Grenze sagt bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die EU muss jetzt das tun, was sie schon seit vier Jahren hätte tun sollen, statt Erdogan dafür zu bezahlen, Geflüchtete festzuhalten: Die EU muss den Flüchtenden den Weg zu einem ordentlichen Asylverfahren auf europäischem Boden eröffnen. Wer sein Recht auf Schutz wahrnehmen möchte, darf davon nicht durch Frontex und griechische Grenzpolizei gehindert werden. Es soll doch niemand glauben, dass da Menschen ohne Not in Kälte und Tränengas vor der griechischen Grenze ausharren. Das Schutzbedürfnis dieser Menschen sollten die europäischen Verantwortlichen gefälligst ernst nehmen.<br> Die EU darf hier nicht immer den leichtesten Weg gehen. Nur weil es unbequem ist, sich um flüchtende Menschen zu kümmern, darf man nicht das Grundrecht auf Asyl aussetzen und zusehen, wie Menschen ertrinken oder erfrieren. Diese Menschen haben auch Rechte nach der europäischen Grundrechtecharta und der Genfer Flüchtlingskonvention. Das von Deutschland maßgeblich mitgetragene Verhalten der EU in dieser Frage ist in jeder rechtlichen und moralischen Hinsicht einfach falsch.<br> Wir brauchen dringend eine europäische Lösung zur Verteilung und Versorgung geflüchteter Menschen. Diese europäische Lösung darf Deutschland aber nicht als Ausrede für Untätigkeit missbrauchen. Deutschland muss, gemeinsam mit einer Koalition der Willigen, vorangehen und selbst Flüchtlinge aufnehmen. Dass Innenminister Horst Seehofer sogar aufnahmewilligen Gemeinden die Aufnahme untersagt, ist eine Missachtung von Grundrechten, aber auch von Menschenleben und Menschlichkeit.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Wed, 29 Jan 2020 15:06:59 +0100</pubDate>
                <title>Trumps Nahost-Plan ist kein Beitrag zum Frieden</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/trumps-nahost-plan-ist-kein-beitrag-zum-frieden/</link>
                
                <description>Zum Nahost-Plan des US-Präsidenten Donald Trump sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Einmal mehr zeigt sich, dass Donald Trump Außenpolitik mit der Brechstange betreibt und dass er grundlegende Prinzipien der Diplomatie nicht verstanden hat. Eine Lösung im Nahost-Konflikt, die auf eine Zwei-Staaten-Lösung abzielt, kann und wird nur mit der Beteiligung beider Konfliktparteien gelingen.<br> Ein Nahost-Plan, der eine völkerrechtswidrige Aneignung von Gebieten beinhaltet und der keine praktikable Lösung für Jerusalem vorsieht, wird keinen Bestand als Friedenslösung haben. Im Gegenteil: Dieser Vorschlag ist ein Affront gegenüber den Palästinensern. Trumps Vorschlag hat das traurige Potenzial, Konfliktlinien zu verstärken.<br> Es braucht eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts, die beide Seiten berücksichtigt und auf eine völkerrechtskonforme Zwei-Staaten-Lösung abzielt. Dafür wünsche ich mir ein wieder stärkeres Engagement Deutschlands und der Europäischen Union. Beide Akteure sollten wieder eine aktivere, konstruktivere, Rolle in der diplomatischen Lösung des Konfliktes einnehmen.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Europa</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Mon, 23 Dec 2019 13:41:00 +0100</pubDate>
                <title>Unbegleitete Flüchtlingskinder nicht auf europäische Lösung vertrösten</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/unbegleitete-fluechtlingskinder-nicht-auf-europaeische-loesung-vertroesten/</link>
                
                <description>Das Bundesinnenministerium muss zustimmen, wenn Bundesländer aus eigenem Antrieb Schutzsuchende aufnehmen wollen. Auf der heutigen Bundespressekonferenz hat die Bundesregierung aber erklärt, erstens den Brief mit dem Antrag der Länder, indem sie ihre Aufnahmebereitschaft erklären, nicht erhalten zu haben, und zweitens keiner Aufnahme zustimmen zu wollen, so lange es keine europäische Lösung gibt. Dazu sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Es liegen humanitäre Gründe vor, die eine Aufnahme von Flüchtlingskindern durch die Bundesländer möglich und notwendig machen. Das Bundesinnenministerium darf die Bundesländer nicht daran hindern, unbegleitete minderjährige Schutzsuchende aufzunehmen.<br> Die Politik der EU, auf deren Lösung die Bundesregierung warten will, ist der Grund, warum viele unbegleitete Minderjährige jetzt überhaupt in den Hotspots in Griechenland unter menschenunwürdigen Bedingungen feststecken. Deutschland und die EU müssen Verantwortung übernehmen und ein Zeichen der Solidarität setzen. Die Bundesregierung darf sich nicht hinter einer in weiter Ferne liegenden europäischen Lösung verstecken. Das würde bedeuten, dass den Kindern, die jetzt leiden, nicht geholfen wird.<br> Innenminister Seehofer hatte noch nie Hemmungen, im Alleingang Maßnahmen zur Abwehr von Schutzsuchenden zu organisieren. Bei der Aufnahme nicht im Alleingang handeln zu wollen ist daher ein offensichtlich vorgeschobenes Argument, etwas nicht zu tun, was er tatsächlich nicht tun will, europäische Gemeinschaft hin oder her.<br> Ich sage, es reicht. Das Bundesinnenministerium muss unverzüglich sein Einvernehmen für die Aufnahme von unbegleiteten minderjähriger Schutzsuchender erklären. Herr Seehofer muss an dieser Stelle kooperieren.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Fri, 13 Dec 2019 13:26:00 +0100</pubDate>
                <title>Hohe Chance eines ungeregelten Brexits</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/hohe-chance-eines-ungeregelten-brexits/</link>
                
                <description>Zum vorläufigen Ergebnis der britischen Unterhauswahl erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Hochrechnung deutet darauf hin, dass Labour sich bei den Wahlen in Großbritannien leider nicht durchsetzen konnte. Es ist völlig unklar, wie die Tories das von ihnen angerichtete Chaos beseitigen wollen. Für die Menschen in Großbritannien könnte dies eine Zeit der Unsicherheit bedeuten. Die Privatisierung der Gesundheitsversorgung und die hohe Chance eines ungeregelten Brexits, lassen nichts Gutes erahnen. Die desaströse Politik der Tories geht wahrscheinlich die nächste Runde.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Europa</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Thu, 05 Dec 2019 14:49:43 +0100</pubDate>
                <title>Solidarität mit den Protestierenden in Frankreich</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/solidaritaet-mit-den-protestierenden-in-frankreich/</link>
                
                <description>Zu den Protesten gegen Emmanuel Macrons Rentenreformpläne erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Der Generalstreik in Frankreich ist eine konsequente und notwendige Reaktion auf die neoliberalen Reformpläne Emmanuel Macrons. Seine Pläne atmen den Geist der Agenda 2010. Sie gleichen einer Blaupause, für das, was die Franzosen erwartet: Erhöhung des Renteneintrittsalters und Kürzung der Rentenansprüche. Dass dies nicht unwidersprochen hingenommen wird, ist ein gutes und richtig Zeichen. Diese Auswüchse des Neoliberalismus müssen gestoppt werden. Die LINKE erklärt sich solidarisch mit den Protestierenden in Frankreich.</p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Wed, 09 Oct 2019 10:05:00 +0200</pubDate>
                <title>DIE LINKE: Türkische Militäroffensive in Nordsyrien sofort beenden</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/die-linke-tuerkische-militaeroffensive-in-nordsyrien-sofort-beenden/</link>
                
                <description>Zum Angriff der türkischen Armee auf die YPG in Nordsyrien sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Der Autokrat Erdogan überfällt im Bündnis mit islamistischen Milizen die im Kampf gegen den IS mit dem Westen verbündeten kurdischen Selbstverteidigungseinheiten in Syrien. Das ist ein klarer Bruch des Völkerrechts, mit Ansage. Das darf die Bundesregierung nicht tatenlos hinnehmen. Dass am gleichen Tag auch der IS Angriffe gegen kurdische Einheiten gestartet hat, unterstreicht den Wahnwitz dieses türkischen Angriffskrieges noch.<br> Die Bundesregierung muss sofort jede Zusammenarbeit mit den türkischen Streitkräften einstellen. Sie muss verhindern, dass deutsche Aufklärungsbilder und deutsche Waffen in Hände der türkischen Armee und der mit ihnen verbündeten Milizen fallen. Die Bundeswehr muss alle Einheiten von türkischem Staatsgebiet abziehen und die Zahlungen im Rahmen des Flüchtlingsdeals einstellen. Die Bundesregierung muss sich auf internationalem Parkett für ein Waffenembargo gegen die Türkei und eine diplomatische Lösung einsetzen.<br> <br> ----------------------------------------------------------------------------<br> Quelle: <a href="https://deref-web-02.de/mail/client/NnoDlppwsGc/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.die-linke.de%2F%3Fid%3D3665%26tx_news_pi1%255Bnews%255D%3D76942" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.die-linke.de/?id=3665&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=76942</a></p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Flüchtlingspolitik</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <pubDate>Tue, 08 Oct 2019 09:56:00 +0200</pubDate>
                <title>Keine Beihilfe für Angriffskrieg der Türkei gegen Kurden</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/keine-beihilfe-fuer-angriffskrieg-der-tuerkei-gegen-kurden/</link>
                
                <description>Zum drohenden Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundeswehr muss die Zusammenarbeit mit der Türkei umgehend einstellen. Wenn weiter Aufklärungsbilder an die türkische Armee geliefert werden, dann ist das nicht weniger als Beihilfe zur Vorbereitung eines Angriffskrieges. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist da auch persönlich verantwortlich.<br> Ohnehin wäre ein Abzug der Bundeswehr aus dem Nahen Osten überfällig. Der Aufenthalt der Bundeswehr in der Konfliktregion ist weiterhin unverantwortlich und geschichtsvergessen. Es bedürfte keines weiteren aktuellen Grundes, den Abzug der Bundeswehr zu fordern. Die aktuellen Kriegsdrohungen der Türkei gegen die kurdischen Verbündeten und das demokratische Projekt Rojava verschärfen jedoch die Dringlichkeit.<br> <br> ----------------------------------------------------------------------------<br> Quelle: <a href="https://deref-web-02.de/mail/client/kQZ7H7qcSQI/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.die-linke.de%2F%3Fid%3D3665%26tx_news_pi1%255Bnews%255D%3D76917" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.die-linke.de/?id=3665&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=76917</a></p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Europa</category><category>Frieden und Internationales</category><category>Presse</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-330416</guid>
                <pubDate>Fri, 07 Jun 2019 10:45:00 +0200</pubDate>
                <title>Zur anstehenden Wahl des EU-Kommissionspräsidenten</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/zur-anstehenden-wahl-des-eu-kommissionspraesidenten/</link>
                
                <description>Zu den anstehenden Verhandlungen zur Wahl des künftigen EU-Kommissionspräsidenten erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Zeit, die demokratischen Defizite der EU-Institutionen endlich zu beheben und das EU-Parlament mit weitreichenden Kompetenzen auszustatten. Die Rechte der EU-Kommission und des Europäischen Rates müssen beschränkt werden. Dazu gehört, dass das EU-Parlament das Recht erhält, den Kommissionspräsidenten direkt zu wählen, ohne eine vorherige Wahl durch die Staats- und Regierungschefs. Das derzeitige Verfahren gleicht einer Entmündigung des Souveräns.</p>
<p>Damit einhergehend, bedarf es einer grundlegenden Neuregelung für Gesetzesinitiativen. Die bisherige Regelung sieht vor, dass das EU-Parlament ein eingeschränktes Initiativrecht besitzt, stets unter Einbeziehung der EU-Kommission. Ein unhaltbarer Zustand.</p>
<p>Ein Reformprozess muss angestoßen werden, um die Dominanz der Staats- und Regierungschefs in Kommission und Europäischem Rat dauerhaft zu brechen. Die EU ist es ihren Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die demokratischen Defizite zu reformieren und das Parlament in seiner Position als gewählter Souverän zu stärken.</p>
<p>----------------------------------------------------------------------------</p>
<p>Quelle: <a href="https://www.die-linke.de/?id=3665&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75477" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.die-linke.de/?id=3665&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75477</a></p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Europa</category><category>Presse</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-327192</guid>
                <pubDate>Tue, 30 Apr 2019 14:05:49 +0200</pubDate>
                <title>Zu den aktuellen EuroStat-Zahlen</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/zu-den-aktuellen-eurostat-zahlen/</link>
                
                <description>Die europäische Statistikbehörde veröffentlicht Zahlen zur Arbeitslosigkeit in der EU und zu der Entwicklung des Bruttoinlandproduktes in der Eurozone. Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE dazu:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass wir weit entfernt sind von einem gerechten und vor allem auch sozialen Europa. Während einige Regionen weiter von der EU profitieren, leiden die Menschen in anderen unter Spardiktat, Investitionsstau und dem Abbau des Sozialstaates.<br> Wir fordern deshalb ein 500 Milliarden Investitionsprogramm für ein soziales und gerechtes Europa! Dabei muss der Schwerpunkt auf Bildung, der öffentlichen Infrastruktur inklusive den ÖPNV, sozialem Wohnungsbau und einer lokal orientierten Energiewende liegen.<br> Seit Jahren werden Griechenland, Italien und Spanien dazu gezwungen, ihre Sozialausgaben zu senken, obwohl diese Logik offensichtlich weder der Wirtschaft noch dem Staatshaushalt irgendetwas Gutes tut. Stattdessen sehen wir Regionen in denen 20 und sogar 30 Prozent der Bevölkerung erwerbslos sind.<br> Ein ganz ähnliches Bild zeigt sich übrigens in Deutschland. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung haben in dieser Woche sehr detailliert dargestellt, wie ungleich Wohlstand in diesem Land verteilt ist und wie Sparzwänge Armut als strukturelles Problem verfestigen.<br> Als Rechtfertigung für diese rücksichtslose Sparpolitik werden sinkende Wirtschaftszahlen genannt. Doch erstens sind gerade diese Sparpolitiken ein Grund für die schlechten wirtschaftlichen Zahlen. Portugal ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Abkehr von dem Spardiktat der EU der gesamten Gesellschaft dienen kann.<br> Und zweitens verkennt diese Rechtfertigung völlig, was die Aufgabe der EU sein muss. Sie ist nicht der Wirtschaft verpflichtet, sondern den Menschen, die hier leben. Deshalb fordern wir neben dem Investitionsprogramm endlich eine Umkehr der Austeritätspolitik:<br> Wenn die Kennzahlen der Mitgliedstaaten bei Tarifbindung, Erwerbslosigkeit, prekärer Beschäftigung fallen, müssen die Staaten verpflichtet werden, Maßnahmen für Investitionen und gute Arbeit zu ergreifen.<br> <br> ----------------------------------------------------------------------------<br> Quelle: <a href="https://deref-web-02.de/mail/client/gA3deafAFm8/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.die-linke.de%2F%3Fid%3D3665%26tx_news_pi1%255Bnews%255D%3D75254" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.die-linke.de/?id=3665&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75254</a><br> <br> Informationsdienst der Partei DIE LINKE<br> Registrierung/Abonnement: <a href="https://deref-web-02.de/mail/client/QKrZ0jKh33A/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.die-linke.de%2Fstart%2Fpresse%2F" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.die-linke.de/start/presse/</a></p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Europa</category><category>Presse</category>
                
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-324862</guid>
                <pubDate>Tue, 26 Mar 2019 11:40:00 +0100</pubDate>
                <title>Brexit-Abstimmung ist Etappensieg für Demokratie</title>
                <link>https://www.bernd-riexinger.de/standpunkte/artikel/detail/news/brexit-abstimmung-ist-etappensieg-fuer-demokratie/</link>
                
                <description>Zur anstehenden Abstimmung im britischen Parlament über Brexit-Alternativen sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die Mitglieder des britischen Parlaments haben inmitten des Trauerspiels, das die Regierung von Theresa May darbietet, einen kleinen Etappensieg für die Demokratie errungen. Für Margaret Thatchers Nachfolgerin Theresa May gilt diese Woche TinA: There is no alternative. Sie muss den Weg frei machen für Neuwahlen.</p>
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<p>Quelle: <a href="https://www.die-linke.de/?3665&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=74911" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.die-linke.de/?3665&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=74911</a></p>]]></content:encoded>
                <category>Aktuell</category><category>Artikel</category><category>Europa</category><category>Presse</category>
                
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